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PC Spiele auf dem USB Stick installieren

USB-Sticks haben deutlich an Speicherkapazität zugenommen. In den modernen Anfangsjahren lagen die Preise für 256 Megabyte große USB-Sticks bei über 100 Euro. In den Zeiten der Digitalisierung ist ein 512 Gigabyte großer USB-Stick für rund 30 Euro zu haben. Ein günstiger Preis im Vergleich zu SSD-Festplatten mit selbiger Größe. Dieser Artikel beschreibt die Vor- und Nachteile einer Installation auf einen USB-Stick.

Ist es technisch möglich, Spiele auf den USB-Stick zu installieren?

Ja, sofern der USB-Stick die Speicherkapazitäten erfüllt. Der Computer erkennt den USB-Stick als normales USB-Speichermedium und lässt grundsätzlich alle Installationen zu. Einschränkungen gibt es durch Clients wie Origin, Steam oder uPlay. Besonders Origin erkennt den USB-Stick und verhindert die Installation. Steam und uPlay verhalten sich ähnlich. Diese Einschränkung lässt sich leicht umgehen. Das PC Spiel wird auf den lokalen Datenträger (Festplatte) installiert. Anschließend verschieben Sie den Ordner auf den USB-Stick. Im Client wird nach einer “aktiven Installation” gesucht. Dort wählen Sie den Ordner vom USB-Stick aus. Der Client schreibt die Daten um. Das Spiel lässt sich starten.

Welche Gründe sprechen für die Spiele-Installation auf den USB-Stick?

1) Schnellere Ladezeiten: USB-Sticks sind günstiger als SSDs und in der Geschwindigkeit mit HDDs vergleichbar. Wir nehmen für den Vergleich standardisierte Festplatten und USB-Sticks und stellen die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten gegenüber.

– Eine Standard-HDD erreicht 160 Megabyte
– Eine Standard-SSD erreicht 500 Megabyte
– Ein USB 2.0 Stick erreicht 60 Megabyte
– Ein USB 3.0 Stick erreicht 620 Megabyte
– Ein USB 3.1 Stick erreicht 1,2 GB

Hierbei handelt es sich um die maximalen Werte der Schnittstellen. In der Regel erreichen die Sticks circa 50 bis 70 Prozent der Geschwindigkeiten. Dadurch kommt mindestens der USB 3.0 Stick als Ersatz für eine SSD infrage.

2) Zu geringer Festplattenspeicher: Einige leistungsstarke Laptops nutzen eMMC-Chips. Diese Speicherchips sind fest verbaut und lassen sich nicht austauschen. Ein Upgrade ist für normale Benutzer zu kostenaufwendig. Daher rührt die Idee einer handlichen externen Speichererweiterung.

3) Kopie des Spiels für einen Freund: Eine gute Internetanbindung ist nicht in allen Regionen gegeben. Ein Spiel ist im Schnitt zwischen 6 GB und 120 GB groß. Der Download kann unter Umständen mehrere Tage dauern. Viele Spiele werden mit einem Key aktiviert. Daher kann jeder das gewünschte Spiel für einen Freund aktivieren, herunterladen und weitergeben. Dies klappt auch mit Spielclients.

Lässt sich das Spiel auf einen anderen Rechner starten?

Dies hängt davon ab, woher das Spiel stammt. Spiele aus Clients wie Steam, Origin oder uPlay lassen sich über den USB-Stick leicht einpflegen. Entweder wird der neue Pfad gewählt oder der Client auf den USB-Stick installiert. Dadurch erkennen die Clients das Spiel und setzen die entsprechenden Einträge in der Registry-Datenbank vom Betriebssystem. Schwieriger ist es, wenn das Spiel aus einer anderen Quelle stammt. Dazu zählen CDs, DVDs oder ISO-Abbilder. Theoretisch könnte der Freund oder Bekannte die CD oder DVD nutzen. Mit der Digitalisierung verlor das optische Laufwerk an Bedeutung. Daher besitzt nicht jeder Nutzer ein CD- oder DVD-Laufwerk.